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Praevenire, einer Krankheit zuvorkommen

Sonntag, 29. März 2009 10:02

Prävention muss Spaß machen

Primäre Krankheitsprävention zielt auf Verhindern oder zumindest Hinauszögern und Abmildern von Gesundheitsstörungen. Bei Krankheiten mit bekannt hohem externen Risiko (z.B. Lungenkrebs und Rauchen) gelingt das mit persönlichem Einsatz sehr gut. Selbst bei Krankheiten mit genetischer Belastung (Veranlagung) gelingt Prävention, wenn auch der individuelle Aufwand  beträchtlich sein kann (z. B. bei der Zuckerkrankheit  die Gewichtsreduktion und das Körpertraining). Bei Erbkrankheiten ist eine primäre Prävention unwirksam, da der ultimative Ausbruch der Krankheit im Erbmaterial vorgegeben ist (z. B. Bluterkrankheit).

Primäre Prävention beinhaltet aber auch zwei Dinge, die sich bei den meisten Präventionswilligen sinnvoll ergänzen sollten. Das ist zum einen der vernünftige Umgang mit den Ressourcen des Körpers. In vielerlei Hinsicht gilt – was reinkommt bestimmt, was raus kommt. Das beinhaltet Energie- und Aufbaustoffe wie auch Gifte, sowie mentale Energien. Input und Output bestimmen, ob ein gesundes Gleichgewicht zu erreichen ist.

Andererseits ist primäre Prävention auch Verhaltensmedizin. Hierunter ist die eigenverantwortliche Korrektur riskanter Verhaltensmuster zu verstehen. Prävention muss Spaß machen. Am erfolgreichsten erscheint es, wenn der vernünftige Umgang mit sich selbst zu einem Selbstläufer wird, in Fleisch und Blut übergegangen ist.

Am meisten Freude bereitet es, wenn Prävention zu einem darstellbaren, vielleicht sogar messbaren Gesundheitsergebnis führt. Das kann gewonnene Fitness nach Gewichtsreduktion sein. In den allermeisten Fällen sind es jedoch Langzeiteffekte, die oft erst nach Jahren den eingeschlagenen Weg der Prävention als richtig und erfolgreich ausweisen. Das Abgewöhnen von Rauchen, die Minderung der UV- Bestrahlung, das Umstellung der Ernährung auf hochwertige Produkte und Zusammensetzungen sind alles wertvolle Präventivmaßnahmen, deren Effekt erst nach längerer Zeit zu erwarten ist. Daher muss man an Prävention in gewisser Hinsicht auch glauben. Man muss den Statistiken vertrauen, die Gesundheitspflege, Krankheitsvorbeugung und die Verhinderung einer Erkrankung, was auf das selbe herauskommt, als effektiv ausweisen. Man muss akzeptieren, dass Prävention messbare positive Resultate haben wird und damit etwas Gutes, etwas Erstrebenswertes ist.

Trübsinnige Prävention bleibt eher wirkungslos. Steht ein ständiges du musst dahinter, und wird Krankheitsverhinderung verkrampft betrieben, so macht sie Stress und per se krank. Wer vor lauter Pillen, Säften, Maßregeln und Gesundheitstabellen die Vernunft, den gesunden Menschenverstand außer Acht lässt, der wird am Ende wenig gewonnen haben. Er verliert die Lust zum Leben und wird nur noch geleitet vom Drang zu leben.

Ein Bonmot zu guter Letzt: Wer vor lauter Prävention tatsächlich gesund sterben sollte, der ist am Ende doch mausetot.

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