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	<title>Blog @ Lebenswandel.com</title>
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	<description>Der b8liche Urologe</description>
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		<title>Der grundlos Kranke</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Jul 2009 19:42:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>UroProf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheitsrisiken]]></category>
		<category><![CDATA[krank fühlen]]></category>
		<category><![CDATA[Kranksein]]></category>
		<category><![CDATA[Pathogenese]]></category>
		<category><![CDATA[Schicksal]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin als Arzt umgeben von Kranken, ich meine Ganzkranken, Halbkranken, und von mir so genannten Unkranken. Ich nenne sie deshalb nicht Gesunde, weil sie nicht gesund sind. Gesunde spielen in meinem Beruf nur in so fern eine Rolle, als sie zur Vorsorge vorbeikommen, oder als Genesende Erfolg widerspiegeln, am liebsten meinen eigenen als Therapeuten. Unkranke [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin als Arzt umgeben von Kranken, ich meine Ganzkranken, Halbkranken, und von mir so genannten Unkranken. Ich nenne sie deshalb nicht Gesunde, weil sie nicht gesund sind. Gesunde spielen in meinem Beruf nur in so fern eine Rolle, als sie zur Vorsorge vorbeikommen, oder als Genesende Erfolg widerspiegeln, am liebsten meinen eigenen als Therapeuten.</p>
<p>Unkranke sind Menschen, die meinen (fühlen), sie seien krank, an denen ich jedoch auch nach näherer innerer wie äußerlicher Beschäftigung mit ihnen nichts von Krankheitswert erkennen kann. Sie mögen zwar dennoch etwas ihnen Unangenehmes, Lästiges, Abartiges (Abnormales) haben, von denen ich sie jedoch nicht befreien kann. Unkranke sind zweifach „krank“: sie fühlen sich so und lassen nicht ab, ihre Umwelt auch so zu fühlen. Unkranke belasten unser Gesundheitssystem enorm. Die Dunkelziffer ist grenzenlos.</p>
<p>Bei den Kranken steht nach der imperativen Frage „wie krieg ich es weg?“ sogleich die Frage „wie ist es entstanden, was hat es hervorgerufen?“. In diesem Pathogenese-Denken spielt die Frage nach Risiken, welche die Krankheit provoziert oder unterstützt haben, eine große Rolle. War der Leidende zu dick oder zu dünn, hat er sich inadäquat ernährt, hat er sich zu wenig bewegt, hat er geraucht oder getrunken, hat er zu viel oder zu wenig gearbeitet, hat er zu wenig geschlafen? Oder hatte er die falschen Gene, lebt er am falschen (ungesunden) Ort, arbeitet er im falschen (ungesunden) Beruf.</p>
<p>Gott sei Dank gibt es auch Menschen, die einfach so krank werden, grundlos; ohne Schuld der Gene, ohne  eigene Schuld, ohne Schuld von anderen oder anderem; die einfach so krank werden, grundlos  – gottgewollt.</p>
<p>Grundlos Kranke sind mir die liebsten. Sie hadern nicht, nicht mit mir, nicht mit ihren Angehörigen, nicht mit ihrer Umwelt im weiteren Sinne, nicht mit sich selbst. Grundlos Kranke denken an Gott. Sie stellen nicht all die meist unbeantwortbaren Fragen nach dem wie, warum, weshalb, wieso gerade ich? Sie suchen keinen Schuldigen.</p>
<p>Oft habe ich erlebt, dass sie ihr Schicksal dankbar ertragen ob des noch größeren Elends um sie herum. Grundlos Kranke beten, falls ihr Leiden sie drückt.</p>
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		<title>Rettet die Kur</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Jul 2009 07:15:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>UroProf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[In Kur gehen, eine Kur verordnet bekommen, Kuren, alles Begriffe, die mit heilen, pflegen, Rekonvaleszenz, das heißt gesundheitlicher Stabilisierung zu tun haben. Die Kur hat in Deutschland eine Tradition wie sonst nirgendwo. Dabei haben sich verordnete Kuren von einer lukrativen Medizindienstleistung zu einer kriselnden Branche entwickelt. Im Zuge des Sparzwangs haben Rentenversicherungen und Krankenkassen  in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Kur gehen, eine Kur verordnet bekommen, Kuren, alles Begriffe, die mit heilen, pflegen, Rekonvaleszenz, das heißt gesundheitlicher Stabilisierung zu tun haben.</p>
<p>Die Kur hat in Deutschland eine Tradition wie sonst nirgendwo. Dabei haben sich verordnete Kuren von einer lukrativen Medizindienstleistung zu einer kriselnden Branche entwickelt. Im Zuge des Sparzwangs haben Rentenversicherungen und Krankenkassen  in den vergangenen drei Jahren immer mehr Kuranträge abgelehnt oder die Kurdauer verkürzt.</p>
<p>Gleichzeitig hat sich in den vergangenen Jahren die Einstellung der Versicherten zu Fehlzeiten und zur Kur als eine Art Urlaub stark gewandelt. Wer früher mitten aus dem Produktionsprozess heraus auf sein rechtes Knie oder auf seinen Rücken eine mehrwöchige Kur „beanspruchte“ und auch bekam, der hat heute eher Angst um seinen Arbeitsplatz. Zwischen 2000 und 2005 ist so die Zahl der Kurpatienten um gut 20% zurückgegangen. Die durchschnittliche Auslastung in den 1300 deutschen Reha-Kliniken ging von 90% Anfang der neunziger Jahre auf knapp 70% zurück.</p>
<p>Dabei geht der Trend längst weg von der konventionellen Heilkur hin zur Anschlussheilbehandlung unmittelbar nach einem Krankenhausaufenthalt. Medizinische Gründe hierfür sind der überstandene Herzinfarkt, die unmittelbar auf eine Krebsbehandlung folgende Stabilisierungsphase, die funktionellen Wiederherstellungsmaßnahmen nach Hüft- und Kniegelenksoperationen, krankhaftes Übergewicht und psychosomatische Krankheiten.</p>
<p>Finanziellen Zwängen folgend werden zunehmend Reha-Maßnahmen aus dem klassischen Kurbereich in ambulante Nachsorgemaßnahmen am Heimatort verlagert. Neben mancherlei Vorteil bleibt hierbei ein wesentlicher Aspekt des Kurens auf der Strecke: der Tapetenwechsel als Abschluss einer schweren Erkrankung, das pausierende Intervall in der Alltagswelt, die gezielte Auszeit an einem angenehmen Ort.</p>
<p>Dringend möchten wir daher plädieren für einen konstruktiven, individuellen Umgang mit der Kur. Was nützen die teuerste Kniegelenkprothese und der exzellenteste Operateur, wenn die ganzheitliche Nachsorgekur wegen Geldmangel auf der Strecke bleibt.</p>
<p>„Haltet den Dieb“ (der das Kurwesen zum Unwesen macht), aber bewahrt die ehrliche Kur als Heilungschance!</p>
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		<title>Gibt es ein erfolgreiches Älterwerden?</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Jul 2009 11:55:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>UroProf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Älterwerden]]></category>
		<category><![CDATA[Anti-Aging]]></category>
		<category><![CDATA[kerngesund]]></category>
		<category><![CDATA[Salutogenese]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Die Geburt ist nicht ein augenblickliches Ereignis, sondern ein dauernder Vorgang. Das Ziel des Lebens ist, ganz geboren zu werden, und seine Tragödie, daß die meisten von uns sterben, bevor sie ganz geboren sind&#8221;. Wem diese Herangehensweise des großen Philosophen Erich Fromm an das Thema Älterwerden zu wenig praxisbezogen, zu wenig &#8220;alltagstauglich&#8221; ist, der kann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Die Geburt ist nicht ein augenblickliches Ereignis, sondern ein dauernder Vorgang. Das Ziel des Lebens ist, ganz geboren zu werden, und seine Tragödie, daß die meisten von uns sterben, bevor sie ganz geboren sind&#8221;.</p>
<p>Wem diese Herangehensweise des großen Philosophen Erich Fromm an das Thema Älterwerden zu wenig praxisbezogen, zu wenig &#8220;alltagstauglich&#8221; ist, der kann es hiermit versuchen: Wie gesund (gemeint ist rundum gesund, so zu sagen kerngesund) kann ich alt werden? Dabei zwingen uns die Hightech-Medizin, die Pharmaindustrie und die Fitness- und Wellnessbranche gern die Frage  &#8220;wie kann ich gesund alt werden?&#8221; auf, eine gänzlich untaugliche Herangehensweise an das Thema.<br />
Die moderne Medizin ist leider immer noch vorwiegend krankheitsorientiert. Die Devise lautet &#8220;vom Symptom zur Diagnose&#8221;, wenn möglich schließt sich eine effiziente (hoffentlich nebenwirkungsarme) Therapie an. Im Mittelpunkt steht die Krankheit und die Ursache dafür. So gesehen ist das Meiste an der modernen Medizin Ursachenforschung nach der Erkenntnis &#8220;ohne Ursache keine kausale Therapie&#8221;. Das heute immer noch Auf- der- Stelle- Treten bei bestimmten Krankheiten (z. B. Krebs) zeigt die Grenzen dieser Herangehensweise auf.<br />
Die Lösung kann nur in einer neuen Orientierung bestehen, die eigentlich uralt ist, nämlich in der Orientierung auf das Phänomen Gesundheit. Es darf nicht um die Frage gehen &#8220;warum ist Krankheit entstanden&#8221; (Pathogenese), sondern &#8220;warum ist Gesundheit abhanden gekommen&#8221; und wie kann sie erhalten bleiben (Salutogenese). Dann wird  Prävention, Gesundheitsvorbeugung ein Leben lang zu einem wirkungsvollen, vielleicht sogar glücksbringenden  Instrument der Lebensverlängerung. Und wie gesund der Einzelne älter werden kann, hält er dann zu mehr als der Hälfte in seinen eigenen Händen. Mit den Prinzipien der Salutogenese könnte die Medizin eher ein Älterwerden in Würde, mit den Prinzipien der Pathogenese oft eher das notwendige Funktionieren von Intensivstationen bewirken.</p>
<p>Neben dem Anliegen der heute fast allgegenwärtigen Anti-Aging Bemühungen, dem Leben ein Mehr an Jahren zu schaffen, erscheint doch dieses Ziel noch wünschenswerter: den dazu gewonnenen Jahren quasi mehr Leben, mehr Erfüllung, mehr Stärke zu geben. Denn keiner will das Alter als Lebensphase voller Gebrechen und Leistungsdefizite erleben, sondern legt Wert auf die Chancen, die dieser Reifezeit innewohnen. Einige der Stärken älterer Menschen liegen in</p>
<ul>
<li>der Fähigkeit, die Lebensziele anderer Menschen zu fördern, vor allem die der jüngeren, nachfolgenden Generationen,</li>
<li>der Fähigkeit, für sich neue Lebensziele aus dem Akzeptieren der jetzt offensichtlich gewordenen Lebensgrenzen zu finden,</li>
<li>der intensiveren Konzentration auf die Zukunft der Gesellschaft.</li>
</ul>
<p>Ein Teil dessen, was ältere und alte Menschen als Lebenskraft empfinden, entsteht aus diesen Fähigkeiten. Gesundheit im Alter bedeutet aber auch, ein möglichst unabhängiges Leben trotz  mancher Behinderung zu führen, mit dieser Realität zu leben und dabei auch unvermeidbare Verluste in der eigenen Autonomie zu akzeptieren. Als beste Werkzeuge auf diesem Weg haben sich die guten sozialen Kontakte und die Pflege der (Selbst-) Verantwortung erwiesen. Auf diesem Wege kann tatsächlich so etwas wie ein  <em>erfolgreiches Älterwerden</em> entstehen.</p>
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		<title>Geh&#8217; hin, dein Glaube hat dir geholfen</title>
		<link>http://blog.lebenswandel.com/geh-hin-dein-glaube-hat-dir-geholfen/</link>
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		<pubDate>Thu, 16 Apr 2009 04:50:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>UroProf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Krankheitsbegriff]]></category>
		<category><![CDATA[Pathogenese]]></category>
		<category><![CDATA[Salutogenese]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstheilung]]></category>

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		<description><![CDATA[Ärzte finden sich täglich konfrontiert mit offensichtlicher Selbstheilung (so genannte Spontanheilung) bei Befindlichkeitsstörungen, aber auch  schwerer Erkrankung, für die zunächst kein plausibler Mechanismus im üblichen medizinischen Pathogenesedenken zu finden ist. Unter  dem allgemein gängigen Pathogenesedenken verstehen wir das Krankheitsprinzip, dass jeglicher Krankheit eine dingliche Ursache, sei es ein Bakterienbefall, bösartiges Zellwachstum, degenerative Organveränderungen (also Abnutzungserscheinungen), sowie mechanische, genetische [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ärzte finden sich täglich konfrontiert mit offensichtlicher Selbstheilung (so genannte Spontanheilung) bei Befindlichkeitsstörungen, aber auch  schwerer Erkrankung, für die zunächst kein plausibler Mechanismus im üblichen medizinischen Pathogenesedenken zu finden ist.</p>
<p>Unter  dem allgemein gängigen Pathogenesedenken verstehen wir das Krankheitsprinzip, dass jeglicher Krankheit eine dingliche Ursache, sei es ein Bakterienbefall, bösartiges Zellwachstum, degenerative Organveränderungen (also Abnutzungserscheinungen), sowie mechanische, genetische oder Mangeleinflüsse zugrunde liegt. So wird aus Gesundheit Krankheit. Und falls die richtige Diagnose zur richtigen Therapie führt, wird aus Krankheit wieder Gesundheit.</p>
<p>Diese auf Pathogenese beruhende medizinische Handlungsprinzip ist aber nur die halbe Wahrheit. Denn allein das unterschiedliche Ansprechen auf eine Medizin, der unterschiedliche Ausgang einer Operation trotz äußerlich identischen Ausgangssituationen, der sehr variable Krankheits- bzw. Gesundungsverlauf bei gleichem Krankheitsstadium und identischer Behandlung zeigt schon, dass noch viel mehr Faktoren von Bedeutung sind. So macht  man sich in den letzten Jahren immer mehr eine zweite Herangehensweise als Handlungs- (und Behandlungs-) Prinzip zunutze, das der Salutogenese.</p>
<p>Salutogenesedenken geht gegenüber Pathogenesedenken davon aus, dass sich der Mensch immer in einem bestimmten Stadium von Gesundheit befindet.  Er bewegt sich zu jeder Zeit auf einer Befindlichkeitsachse von „ganz wenig gesund&#8221; (krank im alten Sinne) auf der einen Seite bis „ganz viel gesund&#8221;, also heil, auf der anderen Seite. Der Stand auf dieser Salutogenese-Achse wird von ganz vielen persönlichen, also inneren Fähigkeiten beeinflusst. Gesundheitsforscher sprechen von Koheränzfähigkeit. Hiermit meinen sie die Summe aller Entfaltungsmöglichkeiten eines Menschen in Richtung positives Denken, Annahme der jeweiligen Situation, d. h. Mut, Zuversicht und Überlebenswille &#8211; um nur einige zu nennen. Hierdurch wird Gesundbleiben oder Gesünderwerden auch zu einem Prozess, in dem natürliche Selbstheilung und Selbstordnung der eigenen Widerstandskräfte zum Zuge kommt.</p>
<p>Die spektakulären Erfolge der westlichen,  naturwissenschaftlich ausgerichteten Medizin haben den Blick dafür verstellt, dass auch bei widernatürlichen therapeutischen Eingriffen wie operative Entfernung oder Ausschaltung von Organteilen, Chemotherapie, oder Zerstörung durch Bestrahlung, alle Heilungen letzten Endes immer auch auf  salutogenetische Fähigkeiten des Organismus zurückzuführen sind. Hierzu gehört insbesondere die  Immunabwehr bei Infektionen oder Krebs, die Wundheilung bei Verletzungen und Eingriffen, das kompensatorische  Wachstum von Restorganen sowie die  Regulation und Adaption im komplexen Stoffwechselgeschehen.</p>
<p>So ist Selbstheilung nichts anderes als die optimale Mobilisierung all dieser salutogenetischen Fähigkeiten, die jedem in individuell ausgeprägter Stärke von Natur gegeben sind.</p>
<p>Zuversicht, Glaube und die Einsicht, dass  Krankheit keine vom Schicksal auferlegte Strafe, sondern etwas Natürliches ist, kann Gesundung und Heilung oft mehr fördern als jeder Arzt. Wahrscheinlich lassen sich solche Kohärenzfähigkeiten, zu denen insbesondere der Glaube daran zählt, dass alles in irgendeinem Sinne gut werden wird, nicht erlernen.</p>
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		<title>Krankheitsangst und Gesundheitsgier</title>
		<link>http://blog.lebenswandel.com/krankheitsangst-und-gesundheitsgier/</link>
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		<pubDate>Sun, 05 Apr 2009 08:19:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>UroProf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsches Gesundheitswesen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheitsgier]]></category>
		<category><![CDATA[Klassenmedizin]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstheilung]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer die Schuld an der Vielzahl der Arztbesuche, der Vielzahl der eingeforderten Rezepte und der Vielzahl der in Erwartung gebrachten Untersuchungen nur den gesundheitsgierigen Versicherten und den geldgierigen Leistungsanbietern  anlastet, der vergisst den Hauptsschuldigen. Er ist unsere auf Bildung, Wachstum und Wohlergehen, also Zivilisation getrimmte moderne Gesellschaft. Die heutige Gesundheits- und Jungbleibgesellschaft als Überbau vermittelt: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer die Schuld an der Vielzahl der Arztbesuche, der Vielzahl der eingeforderten Rezepte und der Vielzahl der in Erwartung gebrachten Untersuchungen nur den gesundheitsgierigen Versicherten und den geldgierigen Leistungsanbietern  anlastet, der vergisst den Hauptsschuldigen. Er ist unsere auf Bildung, Wachstum und Wohlergehen, also Zivilisation getrimmte moderne Gesellschaft.</p>
<p>Die heutige Gesundheits- und Jungbleibgesellschaft als Überbau vermittelt: geh früh zum Arzt, versäume keine Vorsorgeuntersuchung, nimm jedes noch so flüchtige Symptom wahr, traue dem Arzt mehr als deiner Selbstheilung, kontrolliere stets deinen Lebenswandel, suche in Apotheken, Gesundheitszentren, Fitness- und Wellnesseinrichtungen und anderen Heil- und Vorbeugeeinrichtungen und in der Vielzahl der Health-Medien immer nach allem, was dir und deiner Gesundheit gut tun könnte.</p>
<p>Dem steht gegenüber: Der Arzt, der, statt Diagnostik im Rundumschlag zu verordnen, sich auf die symptombezogene Untersuchung beschränkt (und dann zwangsläufig symptomlos gebliebene, also sehr frühe Krankheiten nicht erkennen kann); der den Mut hat zu sagen, sie haben nichts, was sie befürchten, ist keine Krankheit sondern eine Befindlichkeitsstörung; der nicht stets den Zwang verspürt, auf Nummer sicher zu gehen und zu noch exakterer Diagnostik zu überweisen; der restriktiv mit Medikamentenverordnungen umgeht und auch einmal erklärt, dass Beschwerden von selbst weggehen; dem reden und Erklären mehr liegt als ständiges Agieren.</p>
<p>Gesundheitsgier ist unersättlich. Immer noch etwas gesünder werden, mehr Wohlergehen, mehr Funktion statt Verschleiß &#8211; Gesundheit, das höchste Gut? Deshalb ficht die Finanzkrise den großen Gesundheitsmarkt bisher weit weniger an als alle anderen Branchen. Die Gesundheitsbranche als Konjunkturmotor? Sicher nicht, denn die Medizin zweiter Klasse kann die Investitionen für das <em>Immermehr</em> nicht aufbringen. Und die Ersterklasse-Medizin will unter sich bleiben &#8211; nicht nur im Wartezimmer.</p>
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		<title>Praevenire, einer Krankheit zuvorkommen</title>
		<link>http://blog.lebenswandel.com/praevenire-einer-krankheit-zuvorkommen/</link>
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		<pubDate>Sun, 29 Mar 2009 09:02:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>UroProf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Krankheitsverhütung]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Vorsorge]]></category>

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		<description><![CDATA[Prävention muss Spaß machen Primäre Krankheitsprävention zielt auf Verhindern oder zumindest Hinauszögern und Abmildern von Gesundheitsstörungen. Bei Krankheiten mit bekannt hohem externen Risiko (z.B. Lungenkrebs und Rauchen) gelingt das mit persönlichem Einsatz sehr gut. Selbst bei Krankheiten mit genetischer Belastung (Veranlagung) gelingt Prävention, wenn auch der individuelle Aufwand  beträchtlich sein kann (z. B. bei der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Prävention muss Spaß machen</strong></p>
<p>Primäre Krankheitsprävention zielt auf Verhindern oder zumindest Hinauszögern und Abmildern von Gesundheitsstörungen. Bei Krankheiten mit bekannt hohem externen Risiko (z.B. Lungenkrebs und Rauchen) gelingt das mit persönlichem Einsatz sehr gut. Selbst bei Krankheiten mit genetischer Belastung (Veranlagung) gelingt Prävention, wenn auch der individuelle Aufwand  beträchtlich sein kann (z. B. bei der Zuckerkrankheit  die Gewichtsreduktion und das Körpertraining). Bei Erbkrankheiten ist eine primäre Prävention unwirksam, da der ultimative Ausbruch der Krankheit im Erbmaterial vorgegeben ist (z. B. Bluterkrankheit).</p>
<p>Primäre Prävention beinhaltet aber auch zwei Dinge, die sich bei den meisten Präventionswilligen sinnvoll ergänzen sollten. Das ist zum einen der vernünftige Umgang mit den Ressourcen des Körpers. In vielerlei Hinsicht gilt – was reinkommt bestimmt, was raus kommt. Das beinhaltet Energie- und Aufbaustoffe wie auch Gifte, sowie mentale Energien. Input und Output bestimmen, ob ein gesundes Gleichgewicht zu erreichen ist.</p>
<p>Andererseits ist primäre Prävention auch Verhaltensmedizin. Hierunter ist die eigenverantwortliche Korrektur riskanter Verhaltensmuster zu verstehen. Prävention muss Spaß machen. Am erfolgreichsten erscheint es, wenn der vernünftige Umgang mit sich selbst zu einem Selbstläufer wird, in Fleisch und Blut übergegangen ist.</p>
<p>Am meisten Freude bereitet es, wenn Prävention zu einem darstellbaren, vielleicht sogar messbaren Gesundheitsergebnis führt. Das kann gewonnene Fitness nach Gewichtsreduktion sein. In den allermeisten Fällen sind es jedoch Langzeiteffekte, die oft erst nach Jahren den eingeschlagenen Weg der Prävention als richtig und erfolgreich ausweisen. Das Abgewöhnen von Rauchen, die Minderung der UV- Bestrahlung, das Umstellung der Ernährung auf hochwertige Produkte und Zusammensetzungen sind alles wertvolle Präventivmaßnahmen, deren Effekt erst nach längerer Zeit zu erwarten ist. Daher muss man an Prävention in gewisser Hinsicht auch glauben. Man muss den Statistiken vertrauen, die Gesundheitspflege, Krankheitsvorbeugung und die Verhinderung einer Erkrankung, was auf das selbe herauskommt, als effektiv ausweisen. Man muss akzeptieren, dass Prävention messbare positive Resultate haben wird und damit etwas Gutes, etwas Erstrebenswertes ist.</p>
<p>Trübsinnige Prävention bleibt eher wirkungslos. Steht ein ständiges du musst dahinter, und wird Krankheitsverhinderung verkrampft betrieben, so macht sie Stress und per se krank. Wer vor lauter Pillen, Säften, Maßregeln und Gesundheitstabellen die Vernunft, den gesunden Menschenverstand außer Acht lässt, der wird am Ende wenig gewonnen haben. Er verliert die Lust zum Leben und wird nur noch geleitet vom Drang zu leben.</p>
<p>Ein Bonmot zu guter Letzt: Wer vor lauter Prävention tatsächlich gesund sterben sollte, der ist am Ende doch mausetot.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Wunscherfüllende Medizin</title>
		<link>http://blog.lebenswandel.com/wunscherfuellende-medizin/</link>
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		<pubDate>Sat, 14 Mar 2009 18:07:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>UroProf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsches Gesundheitswesen]]></category>
		<category><![CDATA[Anti-Aging]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensoptimierung]]></category>
		<category><![CDATA[medizinisches Grundverständnis]]></category>
		<category><![CDATA[Wunschmedizin]]></category>

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		<description><![CDATA[Ziele der Medizin sind im medizinischen Grundverständnis verankert. Ohne die Besonderheiten der ärztlichen Grundhaltung lassen sich die Ziele in einem für die Gemeinschaft verträglichen Kontext nicht erreichen. Dabei werden die meisten Gesellschaften sich in Zukunft auf eine gesundheitsbezogene Grundversorgung beschränken müssen. Gemeint ist eine Krankheitsverhütung, welche eng verbunden ist: mit einer Gesundheitsförderung durch Bildung, Erziehung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ziele der Medizin sind im medizinischen Grundverständnis verankert. Ohne die Besonderheiten der ärztlichen Grundhaltung lassen sich die Ziele in einem für die Gemeinschaft verträglichen Kontext nicht erreichen. Dabei werden die meisten Gesellschaften sich in Zukunft auf eine gesundheitsbezogene Grundversorgung beschränken müssen. Gemeint ist eine Krankheitsverhütung, welche eng verbunden ist:</p>
<ul style="text-align: left;">
<li>mit einer Gesundheitsförderung durch Bildung, Erziehung und Unterweisung;</li>
<li>mit der Heilung von Krankheiten;</li>
<li>mit der Fürsorge, wenn Heilung nicht mehr möglich ist, verbunden mit Linderung von Schmerz und Erleichterung von krankheitsverursachtem Leid;</li>
<li>mit der Vermeidung eines frühzeitigen Todes und dem Streben nach würdigem Sterben.</li>
</ul>
<p>Das medizinisches Grundverständnis, das nicht neu definierbar und damit nicht zur Disposition stehend ist, kann ins Wanken geraten, wenn Ökonomisierungszwänge zur Rationierung Anlass geben. Eine noch weiter fortschreitende Zwei- oder Mehrklassenmedizin bereitet dann den Boden für eine wunscherfüllende Medizin jenseits der medizinischer Grundversorgung.</p>
<p>Der traditionelle medizinsuchende Patient war krank oder fühlte sich so, und suchte  beim Arzt Linderung oder Heilung. In einigen medizinischen  Bereichen zeichnet sich nun ein neuer Ratsuchender, nämlich ein Nutzer medizinischer Leistungen als ein Klient ab. Im Internet teilgebildet braucht er medizinisches Wissen und Können nicht mehr dazu, um aus seinem Leiden das normale Elend zu machen. Vielmehr benötigt er ärztliche Expertise und industrielle Ware, um seine eigene körperliche Verfassung mit seiner gewünschten Lebensführung zur Deckung zu bringen. Er braucht den Leibarzt neuer Prägung und zahlt dafür. Schlagwörter in diesem Zusammenhang sind:</p>
<ul style="text-align: left;">
<li>Vitaloptimierung,</li>
<li>Sexualoptimierung (Viagra etc.),</li>
<li>Schönheitschirurgie (z. B. Sissi-Krankheit),</li>
<li>Anti-Aging (Jugendwahn),</li>
<li>Lebensplanung (Reproduktionsoptimierung inklusiv vorgeburtliche Merkmalsfestlegung),</li>
<li>Alternativmedizin (Wellness statt Heilen)</li>
<li>und andere mehr.</li>
</ul>
<p>Das ärztliche Grundverständnis gerät ins Wanken.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Gesundheit ist mehr als die Abwesenheit von Krankheit.</title>
		<link>http://blog.lebenswandel.com/gesundheit-ist-mehr-als-die-abwesenheit-von-krankheit/</link>
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		<pubDate>Fri, 06 Mar 2009 17:03:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>UroProf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Pathogenese]]></category>
		<category><![CDATA[Ressourcen]]></category>
		<category><![CDATA[Salutogenese]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstheilung]]></category>

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		<description><![CDATA[Das gängige Verständnis von Krankheit folgt dem Prinzip der Pathogenese. Hierunter verstehen wir das Krankheitsprinzip, dass jeglicher Krankheit eine dingliche Ursache, gefolgt von einem Bündel von Symptomen und so genannten Befunden, zugrunde liegt: Bakterienbefall, bösartiges Zellwachstum, degenerative Veränderungen (also Abnutzungserscheinungen), mechanische, chemische oder gar genetische Einflüsse, oder definierte Mangelerscheinungen. So wird aus Intaktheit, also Gesundheit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das gängige Verständnis von Krankheit folgt dem Prinzip der Pathogenese. Hierunter verstehen wir das Krankheitsprinzip, dass jeglicher Krankheit eine dingliche Ursache, gefolgt von einem Bündel von Symptomen und so genannten Befunden, zugrunde liegt: Bakterienbefall, bösartiges Zellwachstum, degenerative Veränderungen (also Abnutzungserscheinungen), mechanische, chemische oder gar genetische Einflüsse, oder definierte Mangelerscheinungen. So wird aus Intaktheit, also Gesundheit Krankheit. Und falls die richtige Diagnose zur richtigen Therapie führt, wird aus Krankheit wieder Gesundheit.</p>
<p>Diese auf Pathogenese beruhende medizinische Handlungsprinzip ist aber nur die halbe Wahrheit. Denn allein das unterschiedliche Ansprechen auf eine Medizin, der unterschiedliche Ausgang einer Operation trotz äußerlich identischen Ausgangssituationen, der sehr variable Krankheits- bzw. Gesundungsverlauf bei gleichem Krankheitsstadium und identischer Behandlung zeigt schon, dass noch viel mehr Faktoren von Bedeutung sind. So macht  man sich in den letzten Jahren immer mehr eine zweite Herangehensweise als Handlungs- (und Behandlungs-) Prinzip zunutze, das der Salutogenese.</p>
<p>Salutogenesedenken geht gegenüber Pathogenesedenken davon aus, dass sich der Mensch immer in einem bestimmten Stadium von Gesundheit befindet.  Er bewegt sich zu jeder Zeit auf einer Befindlichkeitsachse von „ganz wenig gesund“ (krank im alten Sinne) auf der einen Seite bis „ganz viel gesund“, also heil, auf der anderen Seite. Der Stand auf dieser Salutogenese-Achse wird von ganz vielen persönlichen, also inneren Fähigkeiten, Ressourcen beeinflusst. Gesundheitsforscher sprechen von Koheränzsinn. Hiermit meinen sie die Summe aller Entfaltungsmöglichkeiten eines Menschen in Richtung positives Denken, Annahme der jeweiligen Situation, d. h. Mut, Zuversicht und Überlebenswille – um nur einige zu nennen. Durch Mobilisierung der Ressourcen wird Gesundbleiben oder Gesünderwerden auch zu einem Prozess, in dem natürliche Selbstheilung und Selbstordnung der eigenen Widerstandskräfte zum Zuge kommt. Die spektakulären Erfolge der westlichen,  naturwissenschaftlich ausgerichteten Medizin haben den Blick dafür verstellt, dass auch bei von außen angewandten therapeutischen Eingriffen wie operative Entfernungen oder Ausschaltungen von Organteilen, Chemotherapie oder Krebszerstörung durch Bestrahlung die meisten Heilungen letzten Endes immer auch auf  salutogenetische Fähigkeiten des Organismus zurückzuführen sind. Hierzu gehört insbesondere die  Immunabwehr bei Infektionen oder Krebs, die Wundheilung bei Verletzungen und Eingriffen, das kompensatorische  Wachstum von Restorganen sowie die  Regulation und Adaption im komplexen Stoffwechselgeschehen.</p>
<p>So ist Selbstheilung nichts anderes als die optimale Mobilisierung all dieser salutogenetischen Fähigkeiten, die jedem in individuell ausgeprägter Stärke von Natur gegeben sind. Zuversicht, Glaube und die Einsicht, dass  Krankheit keine vom Schicksal auferlegte Strafe, sondern etwas Natürliches ist, kann Gesundung und Heilung oft mehr fördern als jeder Arzt.</p>
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		<title>Glück kommt selten zu spät und nie allein</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Mar 2009 13:23:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>UroProf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Achtsamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Glück]]></category>
		<category><![CDATA[Glücksstreben]]></category>

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		<description><![CDATA[Glücklichsein und Älterwerden Das sind keine Begriffe, die sich ausschließen – ganz im Gegenteil. “Aber es gibt kein unbedingtes und ungetrübtes Glück, das länger als fünf Minuten dauert”, war Theodor Fontanes Auffassung. Demnach verliert ein langes Glück allein schon durch seine Dauer. Und wer mit Menschen über Glück spricht, der weiß: Viele, die glauben, sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Glücklichsein und Älterwerden</strong></p>
<p>Das sind keine Begriffe, die sich ausschließen – ganz im Gegenteil.<br />
“Aber es gibt kein unbedingtes und ungetrübtes Glück, das länger als fünf Minuten dauert”, war Theodor Fontanes Auffassung. Demnach verliert ein langes Glück allein schon durch seine Dauer. Und wer mit Menschen über Glück spricht, der weiß: Viele, die glauben, sie seien glücklich, sind einfach nur beschäftigt. Mit Glück in der Zusammenschau von erfolgreichem Älterwerden ist nicht das Glück im Sinne von “Glück gehabt” gemeint, sondern das Empfinden von “Glücklichsein”. Vor 2300 Jahren kam der griechische Philosoph Aristoteles zu dem Schluss, dass der Mensch vor allem Glück sucht. Schönheit, Besitz, Macht und Gesundheit werden deshalb angestrebt, weil erwartet wird, dass sie glücklich machen. Aber was macht dieses Glücklichsein aus? Geschieht Glück? Ist Glück Schicksal? Können wir Glück, wenn wir es schon nicht kaufen können, auf andere Weise aktiv erlangen? Ist die Fähigkeit, glücklich zu werden, etwa angeboren? Und welche Umstände und Dinge erzeugen welche Intensität von Glück? Glücksforscher haben 2003 festgestellt, dass die lange als selbstverständlich verstandenen Quellen des Glücks einem Wandel unterzogen sind: Geld wirkt erstaunlich schwach auf das Glücklichsein, mehr dagegen erfolgreiche Arbeit. Gesundheit und ein langes unversehrtes Leben erzeugen ein großes Gefühl von Glück. Eine gut getroffene Partnerwahl ist Glücksfaktor Nummer eins. Erstaunlich wenig bewirken in dieser Hinsicht Kinder, abgesehen von einem kurzen Glücksschub nach ihrer Geburt.</p>
<p>Leben ist nicht Glücksache sondern Glücksuche. Sicher hatte auch nach heutigem Stand der Wissenschaft J.W. v. Goethe schon damals Recht als er dichtete: “Willst Du immer weiter schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah! Lerne nur das Glück ergreifen. Denn das Glück ist immer da!”<br />
Glücksuche ist nicht mit dem fortwährenden Glücksstreben zu verwechseln. Glücksuche ist sich klar werden, wo unsere das Glück unterstützenden Fähigkeiten liegen. Denn Voraussetzung für Glück ist unser Bewusstsein, dass wir glücklich, dass wir zufrieden sind. Die meisten angenehmen Dinge, die uns glücklich machen könnten, wissen wir ohne die Geisteshaltung der Achtsamkeit kaum zu schätzen. Erst wenn wir beginnen, die Dinge in Ehren zu halten, sie zu verteidigen, aktiv an und mit ihnen zu arbeiten um sie dann zu genießen, empfinden wir durch sie Glück und Lebensqualität.</p>
<p>Dazu passen die Empfehlungen von Hermann Hesse in seinem Gedicht <em>Glück</em>:</p>
<blockquote><p>Solang du nach dem Glücke jagst,<br />
Bist du nicht reif zum Glücklichsein,<br />
Und wäre alles Liebste dein.</p>
<p>Solang du um Verlornes klagst<br />
Und Ziele hast und rastlos bist,<br />
Weißt du noch nicht, was Friede ist.</p>
<p>Erst wenn du jedem Wunsch entsagst,<br />
Nicht Ziel mehr noch Begehren kennst,<br />
Das Glück nicht mehr mit Namen nennst,</p>
<p>Dann reicht dir des Geschehens Flut<br />
Nicht mehr ans Herz, und deine Seele ruht.</p></blockquote>
<p>Der Dalai Lama sagt in seinem wunderbaren Buch der Menschlichkeit, dass jede bewusste Handlung und in gewisser Weise sogar unser ganzes Leben, das wir uns unter den gegebenen Beschränkungen einrichten, sich als Antwort auf die große Frage auffassen lässt, wie wir glücklich werden können. So lautet ein altes tibetisches Sprichwort: “Morgen oder im nächsten Leben“. Wir können nie sicher sein, was zuerst kommt. Hoffnung auf glückliches Weiterleben bestimmt unser Handeln. Das Streben nach Glück ist in der amerikanischen Verfassung sogar ein verbrieftes Recht und in manchen Gesellschaften liebster Zeitvertreib. In unserer Nationalhymne wird Einigkeit und Recht und Freiheit als des Glückes Unterpfand gepriesen. Glück scheint also ein variables Gut.</p>
<p>Glückwünsche zu allen möglichen Anlässen sind eine Selbstverständlichkeit. Stellt sich die Frage, ob der Wunsch ausreicht oder vielleicht sogar überflüssig ist. Ob Glück nicht sogar eine angeborene Fähigkeit ist? Denn ganz vieles, was wir sind und was wir tun, hat genetische Wurzeln. Einige Gene sind die naturgegebenen Ausgangsstoffe, aus denen unser Glück und Wohlbefinden quasi biochemisch aufgebaut wird. Es sind chemisch definierte hormonähnliche Botenstoffe aus dem Gehirn, die Wohlbefinden, gute Laune, Zufriedenheit, geringes Schmerzempfinden und Euphorie erzeugen. Die Hirnforschung kennt in der Nähe der Großhirnrinde Gegenden, die in besonderem Maße für die Verarbeitung von positiven und negativen Gefühlen zuständig sind.</p>
<p>In vielen Fällen sind erst Unzufriedenheit mit der bestehenden Lebenssituation, Krankheit oder ein anderer Schicksalsschlag “notwendig”, damit sich der Mensch seines eigentlichen Glücks, seines privilegierten Daseins besinnt. Denn wer die sinnlichen Genüsse zum Mittelpunkt seines Strebens macht, erlebt die Leere, die eintritt, wenn der äußerliche, lustspendende Reiz aufhört.</p>
<p>So gesehen ist das Erlangen der Fähigkeit, sich glücklich zu fühlen, auch eine wirksame Strategie gegen das Älterwerden.</p>
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		<title>Gesundes für Fort-Geschrittene</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Feb 2009 19:02:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>UroProf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Essgewohnheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Gewichtsredution]]></category>

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		<description><![CDATA[Jetzt hungern sie wieder Fastnacht oder Karneval ist vorbei, die christliche Fastenzeit beginnt, der Frühling mit leichterer Kleidung und &#8220;geöffnetem&#8221; Lebensstil lässt sich bereits erahnen. Nun hungern sie wieder, um die Winterpfunde los zu werden. Etwa 40% aller Deutschen beginnen das  Jahr mit guten Vorsätzen:  An erster Stelle steht das Aufgeben des Rauchens gefolgt von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Jetzt hungern sie wieder</strong></p>
<p>Fastnacht oder Karneval ist vorbei, die christliche Fastenzeit beginnt, der Frühling mit leichterer Kleidung und &#8220;geöffnetem&#8221; Lebensstil lässt sich bereits erahnen. Nun hungern sie wieder, um die Winterpfunde los zu werden.</p>
<p>Etwa 40% aller Deutschen beginnen das  Jahr mit guten Vorsätzen:  An erster Stelle steht das Aufgeben des Rauchens gefolgt von Gewichtsreduktion. Die Überzahl der Betroffenen hat mit dem einen oder anderen Vorsatz bereits Erfahrungen. So ist diese Jahreszeit wieder geprägt von Diäten, Kalorientabellen und Abwiegen von Körnern &#8211; keine Medien, die nicht wieder neue Wundermittel für teures Geld anpreisen. Dabei rütteln die Diätverkäufer &#8211; oft unterstützt von ungeeigneten Kronzeugen und Beratern wie Models, Filmdiven und Fitnessgurus &#8211; an einer zum Wunschtraum hochstilisierten Unwahrheit:  Gesundsein heißt schlank, fit und damit schön sein. Aber nur die Wenigsten beginnen das Hungern aus Gründen der Gesundheit, etwa um Herz-Kreislaufrisiken zu reduzieren oder einer Zuckerkrankheit vorzubeugen.  Nein, dem Schönheitsideal unserer Tage näher zu kommen ist vorrangiges Ziel. Und so sind es auch oft nicht die wirklich Molligen oder krankhaft Dicken, die zur Ernährungstabelle greifen um 10, 15 oder gar mehr Kilos abzuspecken, sondern die, welche im Frühjahr wieder glücklich in ihre gewohnte Konfektionsgröße steigen wollen.</p>
<p>Die Hälfte der Bevölkerung hat Übergewicht, ein Drittel hiervon gilt als fettsüchtig. Fettsucht ruft hervor bzw. begünstigt mehr Todesfälle als jede andere einzelne Krankheit.  Fettsucht bei Schulkindern ist stark im Kommen: wenig Sport, viel Sitzen, schlechte Ernährung. Jährlich verzehrt jeder Erwachsene mehr als einen Zentner Fett und rund einen Zentner Zucker. Dieser Fettkonsum wäre nicht einmal zu hoch, wenn wir körperlich arbeiten oder uns bewegen würden. Experten empfehlen maximal 35 Energieprozent Fettzufuhr mit Bevorzugung von Pflanzenölen aus Oliven, Raps und Leinsamen, dazu Obst, Gemüse, Salate, Kartoffeln sowie Vollkornbrot. Stattdessen ist der schnelle Gewichtsverlust nach sogenannten Blitz- oder Crashdiäten auf Verlust von Gewebswasser und Schwund von Muskelmasse (Eiweißabbau) zurückzuführen. Fettpolster sowie inneres Bauchfett bleiben längere Zeit unangetastet. Weniger Muskelmasse bedeutet aber gleichzeitig einen geringeren Energieverbrauch und damit geringeren Bedarf an Nahrungsenergie. Wird nach schnellem Verlust von 5 oder 10 Kilo quasi &#8220;normal&#8221; weitergegessen, so wird das jetzt überschüssige Energieangebot als Fett gespeichert &#8211; dieser Jo-Jo-Effekt hat den schnellen Erfolg zunichte gemacht. Das A und O einer vernünftigen Gewichtsabnahme beinhaltet daher drei plausible Forderungen:</p>
<ul>
<li>langsames Abnehmen ohne Hungerphasen,</li>
<li>langfristig angelegte Veränderung der Essgewohnheiten,</li>
<li>Zunahme der körperlichen Bewegung zum Muskelaufbau.</li>
</ul>
<p>Viele Diäten berücksichtigen nicht die nachhaltige Umstellung von Gewohnheiten und sind nur auf schnelle Erfolge aus. Etliche Diäten verdienen sogar das Prädikat Fehlernährung. Im Arbeitsalltag nutzlos (und lustlos!) sind komplizierte Kalorienpläne, Alternativtabellen und Abwiegen und Kalorienzählen bei der Zubereitung. Notwendig ist eine langfristige Umstellung der Ernährung entsprechend des Energiebedarfs sowie abgestimmt auf die Geschmacksknospen. Statt immer neue Diäten auszuprobieren heißt die praktische Empfehlung Essen und Trinken genussvoll neu zu gestalten. Die wichtigsten Ernährungsregeln für langfristige Gewichtsreduktion sind:</p>
<ul>
<li>auf jeden Fall frühstücken;</li>
<li>nur drei Mahlzeiten pro Tag;</li>
<li>viel Gemüse, Kartoffeln; Reis, und Vollkornbrot;</li>
<li>keine Kalorien zählen;</li>
<li>fettarme Nahrungsmittel bevorzugen;</li>
<li>wechselnde Obstsorten auch als Mahlzeit einplanen;</li>
<li>mindestens zwei Liter kalorienarme Getränke, Leitungswasser bevorzugt.</li>
</ul>
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